Das kleine Mädchen
Klein ist sie und zart,
jung ist sie, ja wirklich.
Und doch ist sie beschmutzt,
von innen und von außen.
Alle wollten rein in sie,
keiner ließ es sein.
Oben, unten, hinten,
dabei ist sie so klein.
Sie malt und spielt und lacht,
niemand merkt was ist.
Sie liebt Musik und Tiere,
und Blumen, die tun ihr nichts.
Sie träumt sich ganz weit weg,
jeden Tag auf ihrem Bett,
in ihrem Zimmer der Hölle,
doch als Höhle ist es ganz nett.
In ihren Träumen sind Wiesen,
saftig grün und weit,
Bäume stehen drum herum,
und Pferde bringen sie in die Freiheit.
Auf den Wiesen bunte Blumen
und die Sonne scheint,
Schmetterlinge fliegen
doch das kleine Mädchen weint.
Hier in ihrem Traumland,
da sind Gefühle echt,
hier gibt es nur Kinder und Engel,
niemand behandelt sie schlecht.
Sie ist hier jeden Tag,
und trifft hier ihresgleichen.
Im Leben draußen kann sie nicht sein wie sie ist,
sie kann nur überleben, mit einer großen List.
Sie spaltet sich auf in viele,
alle zusammen sind stark.
Da gibt es eine die lacht und spielt,
ist draußen, jeden Tag.
Dann gibt es auch die Echte,
verletzt und einsam und klein.
Doch in ihrer Traumwelt,
da ist sie nicht allein.
22.05.2007
geändert 16.09.2009