Schizophrenie ist eine tief greifende psychiatrische Erkrankung (Nervenkrankheit, Psychose), die Veränderungen der Gedanken, der Wahrnehmung und des Verhaltens auslöst.
Schizophreniekranke sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen der Wirklichkeit und den eigenen Vorstellungen zu unterscheiden.
An Schizophrenie erkranken Menschen meistens das erste mal mit 18 bis 35 Jahren. Männer und Frauen sind gleichermassen davon betroffen. Mit einer guten und vor allem
richtigen Behandlung können die meisten der Betroffenen ein halbwegs normales Leben führen und auch zumindest zeitweise einen Beruf ausüben.
Die Ursachen für eine Schizophrenie sind unbekannt.
Dafür aber die Beschwerden die zur Schizophrenie gehören. Diese sind, unterteilt in Grundbeschwerden und zusätzliche Beschwerden, folgende:
Grundbeschwerden:
Sprechen und Denken sind gestört, das Denken ist zusammenhanglos, nicht logisch, zerfahren und Worte brechen mitten im Satz ab. Begriffe verlieren ihre exakte Bedeutung
oder es werden worte neu miteinander verbunden
Das Gefühlleben und der Antrieb sind gestört. Stimmungslage und gegenwärtige Situation passen nicht zusammen, gegensäztliche Gefühlsregungen werden nebeneinander
empfunden (lachen und weinen gleichzeitig)
Es kommt zum Verlust der Wirklichkeit, wie beim Autismus lebt der Betroffene in seiner eigenen Welt und ist von der Wirklichkeit anderer Menschen abgeschnitten
Schizophrene Menschen erleben sich selbst als gespalten, haben manchmal Schwierigkeiten damit sich sicher zu sein, dass sie wirklich leben
Zusätzliche Beschwerden:
störungen des Denkens. Die eigenen Gedanken werden als fremd empfunden, bis hin zum glauben die Gedanken werden einem entzogen
störungen des Gefühllebens und des Antriebs. Das alles beherrschende Gefühl ist Angst. Manchmal sind schizophrene Menschen albern, enthemmt und ausgelassen,
häufiger jedoch ratlos, hilflos und anlehnungsbedürftig. Das Suizidrisiko ist in solchen Situationen sehr hoch!
Wahnvorstellungen. Betroffene sind oft fest davon überzeugt sie werden verfolgt oder die Umwelt hat sich gegen sie verschworen. Auch mit Hilfe logischer Argumente,
können sie dann nicht begreifen dass sie sich täuschen
Halluziantionen. Es werden Stimmen oder Geräusche gehört, die etwas zu ihnen sagen, oder sogar Befehle erteilen, die sie selbst bedrohen, etc.
Es werden aber auch Geistererscheinungen, oder generell Erscheinungen von Menschen (die als Real erlebt werden) wahrgenommen und auch diese treten in Kontakt
mit den Betroffenen und erteilen ihm/ihr Befehle etwas zu tun, etwas auszuführen. Auch hier ist es unmöglich die Betroffenen mit Argumenten aus diesen Vorstellungswelten
herauszuführen
Bewegungsstörungen. Manchmal verlangsamt die Krankheit die Bewegungen der Betroffenen stark. Sie bewegen sich kaum, sprechen nicht mehr (Stupor).
Im schlimmsten Fall können sie sich gar nicht mehr bewegen, sie verharren in unbequemen Stellungen (Katalepsie). Wenn dann in einem solchen Zustand noch Fieber
hinzukommt, wird es Lebensbedrohlich. Andererseits werden in psychischen Erregungszuständen auch Bewegungen häufig wiederholt, wie z.B. hin und her laufen, Kniebeugen
machen, in die Hände klatschen oder mit den Fingern klopfen
Mit medikamentöser Behandlung ist die Schizophrenie aber so gut in den Griff zu bekommen, das betroffene Menschen annähernd beschwerdefrei leben können.
Die Medikamente welche eingesetzt werden zur Behandlung von Schizophrenie, aber auch psychotischem Erleben welches noch keine Schizophrenie ist, sowie auch bei
psychosenahem Erleben sind Neuroleptika, auch bekannt als Anti-Psychotikum. Die klassischen haben oft sehr starke Nebenwirkungen, aber es gibt inzwischen auch
atypische Neuroleptika, die weitaus besser verträglich sind und viel weniger Nebenwirkungen haben.
Psychosenahes Erleben sind z.B. Pseudo-Halluzinationen, wie sie u.a. auch bei der Borderline-Störung aber auch bei Posttraumatischer Belastungsstörung auftreten.
Z.B. werden Schatten aus dem Augenwinkel wahrgenommen die bedrohlich sind und Angst auslösen, bis hin zu einer Panikattacke, trotz des Wissens dass es nicht wirklich ist
und wenn man sich umdreht und sieht dort hin, dann ist es weg. Oder man hat das Gefühl seitlich hinter einem sind Gestalten, von denen man aber weiß das sie nicht existieren,
trotzdem aber Angst hat sich umzudrehen, weil ja schon die Panik da ist vor diesen Gestalten.