Posttraumatische Belastungsstörung / Posttraumatic Stress Disorder
Wiedererleben (von Teilen) der belastenden Erinnerung in Form von Gedanken, Alpträumen, Flashbacks (= plötzliches intensives Wahrnehmen von Traumabestandteilen mit
Wiedererlebensqualität), Pseudohalluzianationen (eine Gestalt aus den Augenwinkeln wahrnehmen, die bedrohlich auf einen zukommt, etc.)
bei Kindern auch: häufiges Nachspielen der belastenden Szenen, ohne dass Erleichterung eintritt; viele Alpträume mit stark ängstigenden Inhalten; das Kind handelt wieder
wie im Trauma
-starke gefühlsmäßige und körperliche Belastungssymptome bei allem, was an das Trauma erinnert
-anhaltende Vermeidung von Reizen, die an das Trauma erinnern
-Unfähigkeit, wichtige Aspekte des Traumas zu erinnern (Amnesie)
-Gefühl der Losgelöstheit von der Umgebung (Derealisierung) bzw. vom Körper (Depersonalisierung) bis hin zu dissoziativen Identitätsstörungen
-Gefühl der Entfremdung von anderen; Unfähigkeit, zärtliche Gefühle zu empfinden
-Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Hypervigilanz (übermäßige Aufmerksamkeit), Schreckreaktionen
(aus: Trauma und die Folgen, Teil 1, Michaela Huber, Junfermann Verlag, 2005)